INTERIOR ART DESIGN

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INTERIOR ART DESIGN – Martine Seibert Raken

Martine Seibert-Raken

– Eine Lösung ist nicht genug – Die individuell beste Version zu erarbeiten, das ist es!

Groß geworden bin ich in einer Familie, in der die Tante Malerei studiert hatte, die Großmutter Porträtzeichnerin war, der Onkel Kirchenfenster gestaltet hat und mein Großvater Schreiner und Architekt war.

In der Nachbarschaft gab es eine große Galerie, die schon sehr früh die Gruppe Zero zeigte . Diese Arbeiten, besonders die von Günther Uecker, haben mich von Kindesbeinen an geprägt. In der Malerei waren es die Expressionisten, allen voran Ernst-Ludwig Kirchner. Ich lernte alsbald das Zeichnen bei E.O. Köppke in Düsseldorf, meine Großmutter schleppte mich zu meiner großen Freude dorthin. Und das Zeichnen wurde zur ständigen Begleitung. Sehr bald fing ich auch an Kleinmöbel zu entwerfen, die ich natürlich unbedingt bauen wollte. Ich entdeckte eine kleine Schreinerei, die mir in den Sommerferien die Möglichkeit bot, meine Entwürfe zu realisieren. Immer wenn wir Schulferien hatten durfte ich dort arbeiten.

Auf diese Weise kam ich zum Möbelbau und zum Werkstoff Holz. Mit dem Wunsch die Innenarchitektur von der Pike auf zu erlernen, machte ich dann nach dem Abitur meine Ausbildung zur Tischlerin. Gleichzeitig zeichnete ich weiterhin sehr viel und fing an, mich für Farbe und deren Wirkung zu interessieren.

Während des späteren Studienverlaufs fokussierte ich mich zunehmend auf die Wirkung von Raum und Kunst und die damit eng verbundene Auswahl von Farbe und Material. Immer mehr verstand ich den Raum als ganzheitlich, vor allem aber geprägt durch seine Nutzung und den darin lebenden oder arbeitenden Menschen. Der Raum als Gesamtwerk. Der sprechende Raum. Der Raum als Bühne. Der Raum als Möglichkeit, Material, Farbe, Form und Design in ein spannungsreiches Gesamtkonzept zu fassen. Und so seine ganz eigene Wirkung zu zeigen, die Bedeutungen verteilt.

Der lebendige Raum als Raum für lebendige Menschen. Ich fing an meine eigenen Werke in verschiedenste Räume einzuplanen, immer getrieben von der Idee Material in neuer Form sprechen zu lassen. Ich suche den Bruch und verstehe ihn als Ergänzung. Gemäß der Auffassung, dass Gegensätze sich anziehen, verstehe ich die Kombination von Materialien, Farben und Formen als Möglichkeit eine mögliche Sicht der Dinge und Blickwinkel zu schaffen. Thematisch, in meiner Arbeit als Künstlerin, beschäftige ich mich zunehmend mit Licht und Schatten, Beziehungen und Kommunikation und arbeite mit Alltagsmaterialien, Draht, Metall aber auch mit handgeschöpften Papieren, Holz, verrosteten und patinierten Oberflächen.

Die Werke, die entstehen sind zum einen von Verdichtung des gewählten Materials, zum anderen von Aufbrüchen und Umbrüchen gekennzeichnet und verändern ihr Erscheinungsbild ständig, denn der Lichteinfall ist das Wesentliche hierbei. Licht gibt den erarbeiteten und gegebenen Strukturen ihren wechselnden Ausdruck. Das Wesen meiner Arbeit ist durch eine tiefe Verbundenheit zu allem Lebendigen und der Auseinanderstzung mit Vergänglichkeit gekennzeichnet.

AKTUELLES


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